Erfolge & Ziele des Bundesverbandes

Das hat der Bundesverband Ambulantes Operieren e.V. (BAO) bislang für die Mitglieder erreicht und diese weiterführenden Ziele verfolgt er.

Dr. med. Jörg-Andreas Rüggeberg
BAO Präsident

"Hehre Absichtserklärungen" standen von Anfang an nicht auf dem Programm, eine ergebnisorientierte Interessenvertretung ist das Kennzeichen der zehnjährigen Geschichte des Bundesverbandes Ambulantes Operieren e.V. (BAO).Dabei wurde in der gesundheitspolitischen Öffentlichkeit nicht nur "Wissen" über das Ambulante Operieren verbreitet, sondern unsere tägliche Arbeit als 3. Säule des Gesundheitssystems etabliert und der BAO damit als ein ernst genommener Gesprächspartner mit Nachdruck durchgesetzt.

Die BAO Erfolge:

Strukturverträge
Zwischen 1997 und 1998 hat der BAO als Vertreter der ambulanten Operateure wichtige Weichen gestellt: In vielen Kassenärztlichen Vereinigungen gibt es seit dem Strukturverträge, die unsere Wertarbeit (wenn auch noch keineswegs befriedigend!) finanziell stützen.

Ambulant vor stationär
Konsequente Umsetzung der politischen Vorgabe einer ambulanten Behandlung vor der stationären durch die Strukturverträge

Amublante Operateure: unverzichtbarer Bestandteil
Die Folge: Ambulante Operationen sind nicht mehr die "Paradiesvögel" unter den in Deutschland erbrachten medizinischen Leistungen, sondern bereits ein unverzichtbarer Bestandteil. Ein Beispiel aus Niedersachsen: Wurden 1991 nur 38 Millionen Punkte für Zuschlagsziffern bei ambulanten Operationen abgerechnet, waren es im 1. Quartal 2000 bereits 174 Millionen!

DRG auch im ambulanten Bereich befürwortet
Parität mit dem Krankenhaus: Durch hartnäckige Überzeugungsarbeit hat der BAO erreicht, dass das Bundesgesundheitsministerium und die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) die Einführung der Diagnosis Related Groups (DRG) auch für den ambulanten Sektor befürworten.

EBM 2000plus überarbeiten
Die Reaktion: Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und die Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) haben eine Anpassung der EBM 2000plus Ziffern für ambulante und stationsersetzende Leistungen an die DRG zugesagt. Der Schritt in die richtige Richtung ist getan ­ die Frage des Geldflusses ist allerdings noch nicht geklärt.

Ziele, für die sich der BAO einsetzt

Das bisher Erreichte läßt sich auf einen Nenner bringen: Der Durchbruch des Ambulanten Operierens ist durch den konsequenten Einsatz des Bundesverbandes Ambulantes Operieren e.V. (BAO) geschafft. Nach diesem Etappensieg geht es weiter.

Unser Ziel lautet jetzt:

"Die ambulante interventionelle Medizin in der Klinik soll zur Domäne der freiberuflichen Operateure werden ­ in Kooperation mit den Krankenhäusern".

Dies wird möglich, weil die Diagnosis Related Groups (DRG) die Leistung zwischen uns und den Krankenhäusern vergleichbar machen. Das Sozialgesetzbuch V §115 und 115b fordern zudem eine enge Zusammenarbeit und eine einheitliche Vergütung.

Doch neben dem großen Ziel dürfen wir die Details nicht aus dem Blickfeld verlieren. Es gilt Steine aus dem Weg zu räumen, die uns Vertreter aus den verschiedensten Lagern vor die Füße rollen.
Kommen die Brocken von den Krankenkassen, sieht die Grau-in-Grau Argumentation mal wieder das abgegriffene Schlagwort der "Unwirtschaftlichkeit" vor. O-Ton Dr. Werner Gerdelmann, Vorstandsmitglieder des Verbandes der Angestellten Krankenkassen: "Zusätzliche Gelder für ambulante Operationen wird es nicht geben, solange nicht zuvor Unwirtschaftlichkeiten abgebaut sind." Da wird der Kostentreiber Krankenhaus jahrelang geschont, unsere Leistungsfähigkeit dagegen immer wieder auf den Prüfstand gestellt.

Und die Kassenärztlichen Vereinigungen ziehen auf Seiten der Kassen mit Strukturverträgen gegen uns zu Felde, die nur noch unverschämt zu nennen sind. Jüngstes Beispiel ist Nordrhein. Dort werden Preise gezahlt, die weit unter den Berechnungen selbst der Kassenärztlichen Bundesvereinigung liegen. Wir subventionieren unsere Qualitätsarbeit aus eigner Tasche.

Deshalb unterstützen Sie uns in der Umsetzung folgender Ziele:

Das jetzt Erreichte festigen und ausbauen. ­ Präsenz auf allen gesundheitspolitischen Ebenen zeigen.

DRG als verbindliches Dach einer neuen Vergütungsstruktur für den stationären und den ambulanten Sektor.

Qualitätssicherung als Marketinginstrument. Die Krankenhäuser müssen unsere Ergebnisse fürchten lernen.

Das Ambulante Operieren in der Klinik ist Sache der Niedergelassenen.

Am Krankenhaus freiberuflich tätige Operateure eine sichere berufliche Existenz einrichten - dazu wollen wir auch die im Krankenhaus tätigen Ärzte einbinden.

Chirurgen Magazin + BAO Depesche

Heft 84, Ausgabe 2 – Mai 2017
Elektrochirurgie: Viele Chirurgen haben Wissenslücken, was Funktion und Risiken der Instrumente angeht
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zzz